Executive Corporate

Health Advisory

Key-Person-Risiko, Entscheidungsfähigkeit und Gesundheit unter Dauerlast

Warum Corporate Health neu gedacht werden muss – jetzt

Corporate Health war lange ein Thema für HR, Präventionskurse und Benefits.
Heute ist es ein strategisches Führungs- und Risikothema.

In einer Wirtschaft, die von Komplexität, Unsicherheit und permanentem Entscheidungsdruck geprägt ist, entsteht ein neues, oft unterschätztes Risiko: das Key-Person-Risiko unter Dauerlast.
Nicht im Sinne von Ausfall durch Krankheit allein – sondern durch schleichende Einschränkungen von Entscheidungsqualität, Urteilsfähigkeit und strategischer Klarheit.

Die zentrale Frage für Unternehmen lautet daher nicht mehr:

„Sind unsere Führungskräfte belastbar?“

Sondern:

„Sind sie unter Dauerlast noch entscheidungsfähig?“

Key-Person-Risiko: Ein blinder Fleck in vielen Organisationen

Key-Person-Risiken werden klassisch finanziell oder operativ betrachtet:

  • Abhängigkeit von einzelnen Entscheidern

  • Wissensträger ohne Redundanz

  • Nachfolgeprobleme

Was häufig fehlt, ist die gesundheitsbezogene Perspektive auf Entscheidungsfähigkeit.

Dabei zeigen Praxis und Forschung übereinstimmend:

  • Chronische Überlastung verändert Risikowahrnehmung

  • Entscheidungsprozesse werden defensiver oder impulsiver

  • Komplexe Abwägungen werden vermieden

  • Langfristige Strategien verlieren gegenüber kurzfristiger „Feuerwehrlogik“

Das Ergebnis ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern ein allmählicher Qualitätsverlust auf Führungsebene – wirtschaftlich messbar, aber selten direkt zugeordnet.

Entscheidungsfähigkeit unter Dauerlast: Was tatsächlich passiert

Dauerlast wirkt nicht spektakulär. Sie ist leise, kontinuierlich und oft sozial akzeptiert.
Gerade auf Executive-Ebene gilt Überforderung häufig als Teil der Rolle.

Typische Muster:

  • Permanente Erreichbarkeit

  • Entscheidungsdichte ohne echte Regenerationsfenster

  • Hoher Erwartungsdruck bei gleichzeitiger Unsicherheit

  • Verantwortung ohne Resonanzraum

Neurowissenschaftlich und organisationspsychologisch lässt sich klar zeigen:

  • Stress reduziert kognitive Flexibilität

  • Fehlerwahrscheinlichkeit steigt bei komplexen Entscheidungen

  • Intuition ersetzt Analyse – nicht immer zum Vorteil

  • Selbstüberschätzung und Entscheidungsvermeidung wechseln sich ab

Für Unternehmen bedeutet das: Ein gesund wirkender CEO kann dennoch suboptimal entscheiden.

Corporate Health als strategisches Führungsinstrument

Hier setzt das Executive Corporate Health Advisory an – nicht als Wellness-Programm, sondern als strategisches Schutz- und Steuerungsinstrument.

Der Perspektivwechsel ist entscheidend:

  • Weg von individueller Gesundheitsoptimierung

  • Hin zu organisationaler Entscheidungsstabilität

Gesundheit wird damit nicht Selbstzweck, sondern Voraussetzung für wirtschaftliche Resilienz.

Das Advisory-Modell: Klar, diskret, entscheidungsrelevant

Das von Cornelia Beier entwickelte Executive-Advisory-Modell (aus der aktuellen Präsentation) fokussiert bewusst auf wenige, aber kritische Hebel:

1. Analyse des realen Belastungsprofils

Nicht subjektive Selbsteinschätzung, sondern strukturierte Betrachtung von:

  • Entscheidungsdichte

  • Komplexitätsgrad

  • Verantwortungsumfang

  • Regenerationsrealität

2. Bewertung der Entscheidungsfähigkeit

Nicht medizinisch, sondern funktional:

  • Klarheit unter Druck

  • Priorisierungsfähigkeit

  • Risikokompetenz

  • Langfristperspektive

3. Identifikation von Key-Person-Risiken

Wo ist das Unternehmen faktisch abhängig von:

  • einer Person

  • einem Entscheidungsmuster

  • einem überlasteten System?

4. Ableitung weniger, wirksamer Maßnahmen

Kein Maßnahmenzirkus, sondern:

  • strukturelle Entlastung

  • Entscheidungsarchitektur

  • persönliche Schutzmechanismen auf Executive-Ebene

Warum klassische Corporate-Health-Programme hier nicht ausreichen

Viele Unternehmen investieren bereits in:

  • Gesundheitskurse

  • Resilienztrainings

  • Führungskräfte-Coachings

Das Problem:
Diese Angebote sind nicht auf reale Entscheidungsrisiken zugeschnitten.

Was fehlt, ist die Verbindung von:

  • Gesundheit

  • Entscheidungslogik

  • Unternehmensverantwortung

Executive Corporate Health ist kein HR-Thema.
Es ist ein Governance- und Leadership-Thema.

Wirtschaftliche Relevanz: Die stille Kostenfrage

Fehlentscheidungen auf Executive-Ebene sind teuer – aber selten eindeutig zuordenbar.

Typische indirekte Kosten:

  • Verzögerte strategische Weichenstellungen

  • Risikoaversion trotz Marktchancen

  • Eskalierende operative Probleme

  • Kultur der Daueranspannung

Unternehmen, die Key-Person-Risiken frühzeitig adressieren, investieren nicht in Gesundheit „als Benefit“, sondern in Entscheidungssicherheit als Wettbewerbsfaktor.

Ausblick: Worauf Unternehmen künftig achten müssen

Corporate Health wird sich weiter verändern. Entscheidend sind drei Entwicklungen:

1. Verschiebung von HR zu Board-Themen

Gesundheit und Entscheidungsfähigkeit gehören auf Geschäftsführungs- und Aufsichtsratsebene.

2. Fokus auf Prävention statt Intervention

Nicht erst handeln, wenn Leistung sichtbar nachlässt.

3. Diskrete, maßgeschneiderte Advisory-Formate

Executives brauchen keine Programme – sondern klare, vertrauliche Sparringsformate.

Fazit

Key-Person-Risiken entstehen heute nicht mehr nur durch Abwesenheit, sondern durch Überlastung bei gleichzeitiger Präsenz.

Unternehmen, die Corporate Health strategisch denken, stellen eine neue Frage:

Wie schützen wir unsere Entscheidungsfähigkeit – bevor sie teuer wird?

Executive Corporate Health Advisory liefert dafür einen klaren, realistischen und wirtschaftlich relevanten Ansatz.

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